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Jörg Gutsche, Geschäftsführender Gesellschafter TaiGer Deutschland GmbH

Gleich zwei Veröffentlichungen in Handelsblatt und Wirtschaftsforum – ein besonderer Meilenstein

In den vergangenen Monaten ist bei der TaiGer Deutschland GmbH unglaublich viel passiert. Wir haben Prozesse neu aufgesetzt, unsere Marktposition geschärft, die Digitalisierung vorangetrieben, zahlreiche Kunden besucht und das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet. Umso mehr freut es mich, dass diese Entwicklung nun auch von zwei renommierten Wirtschaftsmedien aufgegriffen wurde.

TaiGer im Handelsblatt

Vor wenigen Tagen erschien ein ausführlicher Unternehmensbeitrag im Handelsblatt. Darin wird beschrieben, wie wir mit TaiGer deutsche Unternehmen bei der Entwicklung und Beschaffung anspruchsvoller Industriekomponenten unterstützen – von Kunststoffspritzguss über Formenbau bis hin zu Silikon-, Metall- und HMI-Komponenten.

Besonders freut mich, dass der Artikel genau den Ansatz widerspiegelt, für den wir stehen: deutsche Projektsteuerung kombiniert mit einer starken operativen Präsenz in Taiwan und China. Nicht die niedrigsten Preise stehen im Vordergrund, sondern eine zuverlässige, qualitativ hochwertige und partnerschaftliche Zusammenarbeit über den gesamten Produktentstehungsprozess hinweg. (⁠Handelsblatt)

Interview im Wirtschaftsforum

Bereits einige Wochen zuvor durfte ich dem Wirtschaftsforum ein ausführliches Interview geben. Dort ging es weniger um einzelne Produkte als vielmehr um meinen persönlichen Weg zur TaiGer Deutschland GmbH und unsere Vision für die Zukunft.

Ich konnte erläutern, warum ich nach vielen Jahren in leitenden Funktionen der IT- und Digitalbranche bewusst den Schritt in ein mittelständisches Industrieunternehmen gegangen bin und welche Chancen ich in der Verbindung europäischer Qualitätsansprüche mit den Fertigungsmöglichkeiten Asiens sehe.

Ein zentraler Gedanke des Interviews war, dass wir heute weit mehr sein möchten als ein klassischer Beschaffungspartner. Unser Ziel ist es, eine belastbare Brücke zwischen Europa und Asien zu sein – mit technischem Verständnis, persönlicher Betreuung und einer Präsenz vor Ort, die Vertrauen schafft. (⁠wirtschaftsforum.de)

Sichtbarkeit schafft Vertrauen

Gerade im B2B-Geschäft entstehen langfristige Partnerschaften häufig nicht beim ersten Gespräch. Unternehmen informieren sich intensiv über potenzielle Lieferanten und Ansprechpartner. Veröffentlichungen in etablierten Wirtschaftsmedien tragen dazu bei, Transparenz zu schaffen und die Menschen hinter einem Unternehmen kennenzulernen.

Für mich persönlich sind beide Veröffentlichungen deshalb mehr als reine Pressearbeit. Sie dokumentieren einen spannenden Abschnitt meiner beruflichen Laufbahn und zeigen, wie viel innerhalb weniger Monate gemeinsam mit meinem Bruder Heiko Gutsche und unserem gesamten Team erreicht werden konnte.

Die Artikel

Wer sich näher informieren möchte, findet hier beide Veröffentlichungen:

bzw. hier unsere Berichte darüber:

https://taiger.de/2026/07/13/taiger-deutschland-gmbh-im-handelsblatt-vorgestellt

https://taiger.de/2026/05/04/taiger-im-wirtschaftsforum-interview-produktion-in-asien-neu-gedacht

Ich freue mich auf die kommenden Monate. Wir haben noch viele Ideen, spannende Projekte und ehrgeizige Ziele – und dies war hoffentlich erst der Anfang.

Ich würde den Beitrag zusätzlich mit einem gemeinsamen Titelbild aus dem Handelsblatt bzw. einem Foto von Dir bei TaiGer sowie den beiden Logos von Handelsblatt und Wirtschaftsforum (unter Beachtung der jeweiligen Nutzungsrechte) ergänzen. Das erhöht die Aufmerksamkeit und unterstreicht die Glaubwürdigkeit des Beitrags.

Nextgen Scrum Master

Als ich gestern meinen 9-jährigen Sohn nach dem Wochenende zurück in den Nachbarort zu seiner Mutter brachte, fuhren wir durch zahlreiche Baustellen: Brücken, Straßen, Kanalisationen und Häuser – vieles erinnerte noch an die Flutkatastrophe von 2021. Von der Rückbank hörte ich plötzlich seinen nachdenklichen Kommentar: “Warum können die sich nicht mal zusammentun und im Team zusammenarbeiten? Erst einmal eine Baustelle beenden und dann die nächste angehen? Im Team ist man doch viiiiel schneller.” Ich musste schmunzeln und dachte: Mein Sohn ist der geborene Scrum Master.

Scrum: Ein Überblick

Scrum ist ein agiles Rahmenwerk, das ursprünglich für die Softwareentwicklung entwickelt wurde, inzwischen aber in vielen Branchen Anwendung findet. Es basiert auf der Idee, komplexe Projekte in kleinere, überschaubare Einheiten zu unterteilen und diese iterativ abzuarbeiten. Zentrale Elemente von Scrum sind:
Transparenz: Alle Beteiligten haben stets Einblick in den aktuellen Stand des Projekts.
Überprüfung: Regelmäßige Reviews stellen sicher, dass die Ergebnisse den Anforderungen entsprechen.
Anpassung: Auf Basis der Überprüfungen werden notwendige Anpassungen vorgenommen.

Diese Prinzipien fördern eine effektive Zusammenarbeit und helfen, Verschwendung zu minimieren.

Scrum könnte auch die Arbeitsweise im Bauwesen verbessern

Die Idee meines Sohnes, gemeinsam als Team eine Baustelle nach der anderen abzuschließen, spiegelt die Scrum-Prinzipien wider. Im Bauwesen könnte Scrum folgendermaßen umgesetzt werden:
Multidisziplinäre Teams: Alle notwendigen Fachrichtungen arbeiten gemeinsam an einem Projektabschnitt, z.B. der Fertigstellung eines Stockwerks.
Kurze Arbeitsphasen (Sprints): In definierten Zeiträumen werden konkrete Ziele erreicht, was Flexibilität und schnelle Anpassungen ermöglicht.
Regelmäßige Abstimmungen: Tägliche Meetings fördern die Kommunikation und das frühzeitige Erkennen von Problemen.

Durch diesen Ansatz können Projekte effizienter und mit höherer Qualität realisiert werden.

Was können wir daraus lernen?

Die kindliche Beobachtung meines Sohnes zeigt, dass die Prinzipien von Scrum – Teamarbeit, Fokussierung auf einzelne Aufgaben und iterative Prozesse – nicht nur in der Softwareentwicklung, sondern auch im Bauwesen und anderen Bereichen zu effizienteren Ergebnissen führen können. Vielleicht sollten wir öfter auf solche simplen, aber effektiven Ansätze hören.

T-Shaped worker created by AI

„T-Shaped People“: Was sind das für Menschen und wie bekomme ich mehr davon in mein Unternehmen?

T-shaped People sind Fachkräfte, die eine Kombination aus tiefem Fachwissen in einem bestimmten Bereich (der vertikale Strich des “T”) und breiten, interdisziplinären Fähigkeiten (der horizontale Strich) besitzen. Diese Kombination macht sie sowohl in ihrem Spezialgebiet leistungsfähig als auch flexibel in der Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen.
Die Anforderungen moderner Organisationen und Märkte machen diesen Kompetenzmix zunehmend wertvoll.

Hier sind die wichtigsten Gründe, warum T-shaped Menschen heute so notwendig sind:

  1. Komplexität moderner Probleme
    • Interdisziplinäre Herausforderungen: Viele Probleme – wie Klimawandel, Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz – erfordern das Zusammenwirken verschiedener Fachbereiche. T-shaped Menschen können ihre Spezialisierung einbringen und gleichzeitig über den Tellerrand blicken, um innovative Lösungen zu entwickeln.
    • Systemdenken: Komplexe Systeme (z. B. in der Technik oder im Gesundheitswesen) erfordern ein tiefes Verständnis eines Fachbereichs und gleichzeitig Wissen über deren Wechselwirkungen mit anderen Disziplinen.
  2. Teamarbeit und Kollaboration
    • Cross-funktionale Teams: Unternehmen setzen zunehmend auf agile und cross-funktionale Teams, die Mitglieder aus verschiedenen Disziplinen vereinen. T-shaped People sind in der Lage, die Sprache anderer Disziplinen zu verstehen und Brücken zwischen Teammitgliedern zu bauen.
    • Kommunikation und Übersetzung: Sie agieren als “Übersetzer” zwischen Spezialisten und Generalisten, was den Wissensaustausch erleichtert und Silos in Unternehmen abbaut.
  3. Innovationsförderung
    • Vielfalt der Perspektiven: Innovation entsteht häufig an den Schnittstellen verschiedener Disziplinen. T-shaped Menschen können neues Wissen mit ihrer Spezialisierung verbinden und so kreative Lösungen entwickeln.
    • Flexibilität bei Technologien: Neue Technologien wie Cloud Computing, Data Science oder Machine Learning erfordern oft ein breites Grundwissen, kombiniert mit einer spezialisierten Anwendungskompetenz.
  4. Anpassung an dynamische Märkte
    • Schnelle Veränderungen: Die Geschwindigkeit technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen erfordert Mitarbeitende, die sich schnell an neue Umstände anpassen können. T-shaped Menschen sind vielseitig und lernen leicht neue Fähigkeiten.
    • Zukunftsfähigkeit: In einer Welt, in der viele Jobs durch Automatisierung oder Digitalisierung verschwinden, sind T-shaped Fähigkeiten ein Schlüssel für Beschäftigungsfähigkeit. Sie können sich auf neue Rollen vorbereiten und neue Chancen ergreifen.
  5. Kundenorientierung und Nutzerzentrierung
    • Ganzheitliches Verständnis: In kundenorientierten Geschäftsmodellen (z. B. Design Thinking, Agile Development) ist ein breiter Überblick entscheidend. T-shaped Menschen können Kundenbedürfnisse über verschiedene Berührungspunkte hinweg verstehen und umsetzen.
    • Empathie für Nutzer: Durch die horizontale Bandbreite können sie sich in unterschiedliche Perspektiven hineinversetzen – von der Technik bis zur Psychologie.
  6. Wettbewerbsvorteil für Unternehmen
    • Effiziente Nutzung von Talenten: T-shaped Menschen können verschiedene Rollen einnehmen, was sie für Unternehmen vielseitig einsetzbar macht. Das spart Ressourcen und fördert Flexibilität.
    • Kulturelle Passung: T-shaped Menschen fördern offene, lernende Unternehmenskulturen, die in einem globalisierten, vernetzten Wettbewerb entscheidend sind.
  7. Förderung von Resilienz
    • Resilienz in Teams: In Zeiten von Unsicherheiten und Krisen (z. B. pandemiebedingte Umstellungen) sind Teams mit T-shaped Mitgliedern besser gerüstet. Sie können sich gegenseitig unterstützen und Aufgaben übernehmen, die nicht ihrem Kernbereich entsprechen.
    • Lern- und Anpassungsfähigkeit: Diese Menschen sind besonders lernbereit, was ihnen hilft, sich auch in turbulenten Phasen weiterzuentwickeln.

Beispiel: Digitalisierung und T-shaped Skills

In der digitalen Transformation sind T-shaped Kompetenzen besonders gefragt:
Ein Datenwissenschaftler benötigt tiefes Wissen über Algorithmen (vertikaler Strich des T), aber auch grundlegende Kenntnisse über Geschäftsprozesse oder ethische Implikationen von KI (horizontaler Strich).
Ein Marketingexperte braucht Fachkenntnisse in Markenführung, aber auch technisches Wissen über digitale Kanäle und Analysewerkzeuge.

Solche Talente zu entwickeln oder zu gewinnen, ist eine strategische Herausforderung, aber es gibt gezielte Ansätze, um dies zu fördern.

  1. Identifikation und Förderung von Tendenzen
    • Bestehendes Talent analysieren: Identifiziere Mitarbeitende, die bereits Neugier und Interesse über ihre Fachbereiche hinaus zeigen. Menschen mit einer natürlichen Lernbereitschaft und Teamfähigkeit eignen sich besonders.
    • Soft Skills evaluieren: T-shaped People zeichnen sich oft durch ausgeprägte Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeiten aus. Führungskräfte sollten diese Eigenschaften fördern und belohnen.
  2. Entwicklungsprogramme
    • Cross-Training: Fördere Mitarbeitende durch Schulungen in angrenzenden oder komplementären Fachbereichen. Beispiel: Ein Entwickler kann in UX-Design eingeführt werden, um ein besseres Verständnis für die Nutzerperspektive zu entwickeln.
    • Rotationsprogramme: Mitarbeitende wechseln temporär in andere Abteilungen, um neue Perspektiven und Wissen zu gewinnen.
    • Mentoring: Paare Mitarbeitende mit unterschiedlichen Stärken, sodass sie voneinander lernen können.
  3. Förderung einer Lernkultur
    • Interdisziplinäre Projekte: Ermutige Teams, die aus Fachkräften mit unterschiedlichen Schwerpunkten bestehen, zusammen zu arbeiten So lernen Mitarbeitende voneinander und verbessern ihre horizontale Kompetenz.
    • Lebenslanges Lernen: Stelle Ressourcen für Weiterbildungen bereit, wie Online-Kurse, Konferenzen oder Workshops. Fördere explizit die Erweiterung der Fähigkeiten, die außerhalb des eigenen Fachgebiets liegen.
  4. Einstellungsstrategie
    • Suche nach Generalisten mit Spezialisierung: Bei der Rekrutierung solltest du nach Talenten suchen, die bereits bewiesen haben, dass sie flexibel lernen und interdisziplinär denken können.
    • Fragen zu Neugier und Teamfähigkeit: Stelle im Bewerbungsgespräch Fragen wie: “Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie außerhalb Ihrer Komfortzone arbeiten mussten.” oder “Wie bringen Sie Ihr Fachwissen in Teams mit anderen Disziplinen ein?”
  5. Arbeitsumfeld und Kultur
    • Kooperation fördern: Schaffe ein Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeitende offen über Fachgrenzen hinweg kommunizieren können. Tools wie interaktive Plattformen oder regelmäßige Knowledge-Sharing-Events können helfen.
    • Experimentieren zulassen: Erlaube Mitarbeitenden, neue Ansätze auszuprobieren und über ihr Fachgebiet hinaus aktiv zu werden. Fehler sollten dabei als Lernchancen gesehen werden.
  6. Tools und Technologien
    • Nutze Kollaborationsplattformen (z. B. Slack, Miro, Notion), um interdisziplinäre Zusammenarbeit zu erleichtern.
    • Data Literacy fördern: Unabhängig vom Fachgebiet sollten Mitarbeitende mit Daten umgehen können. Dies ist eine Kernkompetenz für die horizontale Entwicklung.

Beispiel in der Praxis

Ein Unternehmen wie Google fördert T-shaped People durch “20%-Zeit”, in der Mitarbeitende an Projekten außerhalb ihres Fachgebiets arbeiten können. Dadurch entsteht eine Kultur, in der sowohl tiefe Expertise als auch breite Fähigkeiten geschätzt werden.

Fazit

T-Shaped people sind in der heutigen Arbeitswelt und in crossfunktionalen Teams insbesondere unerlässlich.
Sie entstehen durch eine Kombination aus strategischem Training, einem förderlichen Arbeitsumfeld und gezieltem Rekrutieren. Indem man sowohl vertikales als auch horizontales Wachstum unterstützt, entwickelt man Fachkräfte, die innovativ, flexibel und bestens für die komplexen Anforderungen moderner Arbeitswelten gerüstet sind.